Sonnen- und
Hitzeschutz
Sonnenbrand
Sonnenbrand wird durch eine übermäßige Belastung der Haut durch einen
bestimmten Teil des ultravioletten Spektrums (UVB) des Lichtes
verursacht. Typische Symptome des Sonnenbrands sind Rötung, Schwellung,
Schmerz der Haut sowie Blasenbildung. Sehr stark ausgedehnter
Sonnenbrand kann auch mit Allgemeinsymptomen wie Kopfschmerz, Übelkeit
oder Fieber einhergehen. Gehäufte Sonnenbrände (insbesondere im
Kindesalter) führen zu einem erhöhten Hautkrebsrisiko.
Das Risiko, einen Sonnenbrand zu erleiden, ist abhängig von der Dauer
und Intensität der Bestrahlung sowie auch von dem individuellen Hauttyp.
Die Intensität der Sonnenstrahlung wird neben den jahreszeitlichen
Schwankungen auch in starkem Umfang von geographischen Gegebenheiten
beeinflusst (z.B. Aufenthalte in Äquatornähe, im Hochgebirge oder im
Schnee).
Durch spezielle Maßnahmen lässt sich das Risiko minimieren. Ausgedehnte
Sonnenbäder insbesondere um die Mittagszeit sollten vermieden werden.
Das Tragen luftiger aber lichtundurchlässiger Kleidung in Verbindung mit
einer Kopfbedeckung ist zu empfehlen. Die Lichtdurchlässigkeit des
Wassers sollte beim Schwimmen/Baden nicht unterschätzt werden, in einer
Wassertiefe von 50 cm.
Bleiben noch 60% der UV-Aktivität nachweisbar. Bei Sonnenexposition
sollten Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor (ab Faktor 15) verwendet
werden. Der gleichzeitige Gebrauch von
Repellentien (Mückenschutzmitteln) kann unter Umständen die Wirksamkeit
der
Sonnencreme beeinträchtigen. Empfohlene Maßnahmen bei Sonnenbrand:
Auflage von kühlenden Kompressen.
Bei ausgeprägtem Sonnenbrand helfen schwach kortisonhaltige Salben (z.B.
Ebenol™) oder entzündungshemmende Gels. Bei einem Sonnenbrand besteht
ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf, es sollte daher ausreichend getrunken
werden. Wenn bei einem stärkeren Sonnenbrand Blasen auftreten, dann
sollten sie nicht geöffnet werden, da sich die Haut so am besten
regenerieren kann. Der Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Fieber über
39°C oder Entzündungen im Bereich von Blasen auftreten.

Sonnenallergie
Manche Menschen reagieren auf UV-A Licht mit Hautrötung und Juckreiz.
Die Haut sollte gekühlt und mit milden entzündungshemmenden Cremes oder
Gels behandelt werden.
Die Sonne sollte gemieden werden. Gelegentlich tritt die Sonnenallergie
auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente auf.
Es sollte bereits im Vorfeld der Reise mit einem Arzt oder Apotheker
geklärt werden, ob regelmäßig eingenommene oder neu verschriebene
Medikamente (z.B. im Rahmen einer Malariaprophylaxe) Sonnenallergien
auslösen können. Bei der Einnahme dieser Medikamente ist das Tragen
hautbedeckender Kleidung unabdingbar und auf Sonnenbaden sollte völlig
verzichtet werden
Die wichtigste allgemein vorbeugende Maßnahme gegen eine Sonnenallergie
ist die Verwendung von Sonnencremes, die sowohl einen UV-A als auch
einen UV-B Filter enthalten.

Sonnenstich
Ein Sonnenstich wird durch starke und direkte Einwirkung von Sonnenlicht
auf den Kopf verursacht. Besonders gefährdet sind Menschen mit fehlender
bzw. mangelhafter Kopfbehaarung. Das höchste Sonnenstichrisiko besteht
bei Säuglingen. Der Sonnenstich kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit,
Erbrechen, Schwindel bis hin zu Krampfanfällen führen.
Als Maßnahme zur Ersten Hilfe sind kalte Umschläge auf den Kopf und in
den Nacken geeignet. Bei leichteren Beschwerden kann eine derartige
Kühlung bereits wesentliche Erleichterung verschaffen. Bei stärker
ausgeprägter Symptomatik sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden.
Die wichtigste Schutzmaßnahme besteht im Tragen einer Kopfbedeckung.

Hitzekollaps
Unter einem Hitzekollaps versteht man eine Kreislaufregulationsstörung,
die durch körperliche Belastung unter hohen Temperaturen auftreten kann.
Ein Hitzekollaps kann durch zu enge Kleidung sowie durch mangelnde
Flüssigkeitsaufnahme begünstigt werden. Der Kollaps ist meist nur von
kurzer Dauer. In Verbindung mit dem Hitzekollaps treten oft Schwindel
und Schweißausbrüche auf.
Durch eine ausgiebige Zufuhr von Flüssigkeit und Mineralstoffen und eine
kreislaufstabilisierende Lagerung (Beine hoch) kann in der Regel schnell
eine Besserung der Beschwerden erreicht werden.
Zur Vorbeugung sollte auf extreme körperliche Anstrengungen in den
Tropen oder Subtropen verzichtet und ausreichend getrunken werden.

Hitzschlag
Ein Hitzschlag resultiert aus erheblicher Wärmeüberlastung des Körpers
(z.B. extreme körperliche Belastung bei tropischen Temperaturen). Bei
älteren Menschen kann es auch ohne körperliche Aktivitäten zu einem
Hitzschlag kommen. Begünstigende Faktoren sind warme, nicht-
luftdurchlässige Kleidung, Einnahme bestimmter Medikamente, Alkohol,
Übergewicht oder nicht ausreichende Trinkmengen.
Vorzeichen eines Hitzschlags können sein: Schwindel, Kopfschmerzen,
Schwäche, Übelkeit.
In den meisten Fällen jedoch tritt ein Hitzschlag plötzlich auf. Beim
Hitzschlag finden sich eine trockene, gerötete Haut, rasche Atmung,
Unruhe, Fieber über 40°C sowie zunehmende Benommenheit bis zur
Bewusstlosigkeit. Es können auch Krampfanfälle auftreten. Als
Erstmaßnahme steht die sofortige Kühlung des Körpers im Vordergrund.
Zuerst sollten die Patienten in eine kühle Umgebung gebracht. Eine
Abkühlung kann erreicht werden durch Abduschen mit kaltem Wasser,
Auflegen von Eisbeuteln und Verabreichen kalter Getränke (Letzteres
nicht beim Bewusstlosen). Eine ärztliche Behandlung ist unbedingt
erforderlich. Zur Vorbeugung auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und
Sonnenschutz achten und körperliche Anstrengungen bzw. auch längeres
Stehen in der Hitze vermeiden.

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