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Malaria
Erreger
Die Malaria wird durch Parasiten (Plasmodien) verursacht, welche die Leber
und die roten Blutzellen befallen. Es existieren vier verschiedene
Malariaerreger, die beim Menschen zu einer Erkrankung führen können.
Plasmodium falciparum ist der Erreger der gefährlichen Form der Malaria
(Malaria tropica). Die anderen Erreger sind Plasmodium ovale, Pl. vivax und
Pl. malariae. Diese drei Erreger rufen beim Menschen in der Regel keine
lebensbedrohlichen Erkrankungen hervor.
Übertragung
Überträger der Malaria ist die weibliche Anopheles-Mücke, welche in der
Nacht und in der Dämmerung aktiv ist. Eine direkte Übertragung von Mensch zu
Mensch ist auf dem Blutweg möglich, spielt jedoch praktisch kaum eine Rolle.
Krankheit
Die Inkubationszeit der Malaria tropica beträgt in der Regel 7-15 Tage, bei
den weniger gefährlichen Malaria-Formen bis zu mehrere Monate. Der Beginn
der Krankheit geht üblicherweise mit hohem Fieber, Schüttelfrost,
Kopfschmerzen und Gliederschmerzen einher. Im weiteren Verlauf kann es bei
der Malaria tropica innerhalb von Stunden zu Komplikationen (z.B.
Organversagen oder Koma) kommen, die unbehandelt zum Tod führen können. Die
sog. "gutartigen" Formen der Malaria werden nach ihrem klassischen
Fieberrhythmus benannt: Malaria tertiana (Pl. vivax, Pl. ovale) mit Fieber
jeden dritten Tag (ca. alle 48 Stunden) und Malaria quartana mit Fieber
jeden vierten Tag (ca. alle 72 Stunden).
Diagnose
Jedes Fieber, welches in zeitlichem Zusammenhang mit einem Tropenaufenthalt
auftritt (ab 6 Tage nach Betreten des Risikogebietes) ist, bis zum Beweis
des Gegenteils, als Malaria anzusehen. Die Diagnose erfolgt durch mehrfach
zu wiederholende Blutuntersuchungen (Dicker Tropfen, Blutausstrich).
Malaria-Schnelltests erlauben keinen ganz sicheren Ausschluss einer Malaria.
Therapie
Zur Behandlung einer Malaria tropica wird eine stationäre Aufnahme und die
Durchführung einer Infusionstherapie empfohlen. Eine Malaria tertiana und
quartana kann in der Regel gut ambulant durch die Einnahme von Tabletten
behandelt werden. Im Falle einer Malaria tertiana können sich Erreger in der
Leber verbergen und später zu einem Rückfall der Erkrankung führen. Dies
lässt sich durch eine konsequente Nachbehandlung mit einem bestimmten
Medikament (Primaquin) vermeiden.
Prophylaxe
Zum Schutz vor Erkrankung: Expositionsprophylaxe (= Mückenschutz) steht an
erster Stelle. Bei Aufenthalten in Hochrisikogebieten empfiehlt sich die
zusätzliche Einnahme von Medikamenten zur Malariaprophylaxe und/oder die
Mitnahme von Antimalariapräparaten zur Notfalltherapie. Hierbei ist auch die
aktuelle Resistenzlage im Reiseland zu berücksichtigen. Um einen
individuellen und möglichst optimalen Schutz gegen Malaria zu erreichen,
sollte vor einer Reise in ein mögliches Risikogebiet in jedem Fall eine
reise- und tropenmedizinische Fachberatung in Anspruch genommen werden. Eine
Erkrankung an Malaria lässt sich jedoch auch bei sachgerechter Kombination
verschiedener Maßnahmen nicht hundertprozentig sicher verhindern.
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