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In fast allen tropischen Ländern liegt eine hohe
bis sehr hohe Verbreitung von HIV-Infektionen vor. Die zum Teil
starke Verbreitung des Virus in der Allgemeinbevölkerung bedeutet,
dass jeder sexuelle Kontakt mit einem Infektions-Risiko verbunden
sein kann. Der Gebrauch von Präservativen ist absolut notwendig.
Personen, welche HIV-positiv und beschwerdefrei sind, können
reisen, sollten aber die folgenden Punkte beachten:
a) eine Weiterverbreitung von HIV durch
ungeschützten
Geschlechtsverkehr muss unter allen Umständen
vermieden werden,
b) Impfungen mit Totimpfstoffen sind medizinisch
unproblematisch, können aber unter Umständen mit
einer abgeschwächten Wirksamkeit einhergehen,
c) die Durchführung einer Gelbfieberimpfung
(Lebendimpfstoff!) ist bei ausgeprägter
Immunschwäche nicht möglich; bei HIV-Positiven ohne
Immundefizit kann die Gelbfieberimpfung gegeben
werden, wenn Gelbfieber-Risikogebiete bereist werden,
d) in Malaria-Risikogebieten ist eine konsequente
Malaria-Prophylaxe erforderlich,
e) die Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene sollte
rigoros beachtet werden,
f) eventuell sollte eine Antibiotika-Prophylaxe des
Reisediarrhö erfolgen,
g) bei jedem auftretendem Gesundheitsproblem sollte
ein Arzt konsultiert werden.
HIV-Test-Bestimmungen: Manche Länder verlangen
vor geplanten Langzeitaufenthalten einen HIV-Test. Betroffen sind
in erster Linie Immigranten, Arbeitnehmer, Studenten. Touristen
sind in der Regel von diesen Bestimmungen nicht betroffen. Da sich
die jeweiligen Bestimmungen oft nach kurzer Zeit wieder ändern
könnten, sollte im Zweifelfall eine Nachfrage im entsprechenden
Konsulat erfolgen.
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